Hendrik Hafiz Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie · Werder (Havel)

Das Verfahren

Verhaltenstherapie, verständlich erklärt.

Diese Praxis arbeitet verhaltenstherapeutisch. Hier steht, was das bedeutet: für Ihr Kind, für Sie als Eltern und für den Alltag dazwischen.

Sandweg zwischen Kiefern mit Blick aufs offene Wasser unter bedecktem Himmel
01 Grundgedanke

Verhalten ist gelernt. Und Gelerntes lässt sich verändern.

Auf diesem einfachen Satz beruht die Verhaltenstherapie. Angst vor dem Hund, Vermeidung der Schule, Zwangsroutinen vor dem Schlafen: Solche Muster sind entstanden, und sie können sich wieder verändern, wenn man sie gezielt angeht.

Verhaltenstherapie ist eines der anerkannten Richtlinienverfahren der Psychotherapie. Ihre Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen ist wissenschaftlich gut untersucht, etwa bei Ängsten, Zwängen und depressiven Phasen.

Sie unterscheidet sich von anderen Verfahren vor allem in einem Punkt: Sie arbeitet am konkreten Verhalten und am aktuellen Alltag, statt vor allem die Vergangenheit zu durchsprechen.

Kurz gesagt

Verstehen, was ein Verhalten aufrechterhält. Dann gemeinsam üben, was stattdessen funktioniert. Erst in der Praxis, dann im Alltag.

02 In der Praxis

Wie eine Behandlung aussieht.

  1. 01
    Verstehen, was das Problem am Laufen hält

    Am Anfang steht die Analyse: Wann tritt das Verhalten auf, was geht voraus, was folgt danach? Erst wer das Muster kennt, kann es verändern.

  2. 02
    Ziele festlegen, die man sehen kann

    Die Ziele sind konkret. Etwa: Das Kind geht wieder allein in die Schule. Solche Ziele kann man überprüfen, und das Kind merkt selbst, dass es weiterkommt.

  3. 03
    In kleinen Schritten üben

    Neues Verhalten wird schrittweise aufgebaut. Ein Kind mit Hundeangst beginnt vielleicht mit einem Bild, dann mit einem Hund hinter Gittern. Das Tempo bestimmt das Kind, nicht der Plan.

  4. 04
    In den Alltag übertragen

    Was in der Praxis klappt, muss auch zu Hause und in der Schule klappen. Dafür bekommen Kinder und Eltern Aufgaben für die Zeit zwischen den Terminen.

03 Besonderheiten

Was bei Kindern und Jugendlichen anders läuft.

01

Eltern sind Teil der Behandlung

Je jünger das Kind, desto wichtiger sind die Eltern. Sie erfahren, was die Therapie macht, und lernen, wie sie zu Hause unterstützen können, ohne Druck aufzubauen.

02

Sprache ist nicht alles

Kinder erklären ihre Probleme oft besser im Spiel, im Malen oder im Ausprobieren als im Gespräch. Verhaltenstherapie arbeitet mit diesen Wegen, nicht dagegen.

03

Jugendliche entscheiden mit

Bei Jugendlichen zählt die eigene Vereinbarung: Was soll sich ändern, und wozu ist er oder sie bereit? Ohne diese Einigung bleibt Therapie ein Pflichttermin, und Pflichttermine wirken selten.

04 Einordnung

Was Verhaltenstherapie nicht ist.

Sie ist keine Dressur. Niemand wird zu einem Verhalten gezwungen. Die Übungen folgen einem Plan, den Kind und Therapeut gemeinsam festlegen, und jedes Tempo wird mit dem Kind abgestimmt.

Auch ein Schnellverfahren mit Garantie ist sie nicht. Ob und wie gut sie bei Ihrem Kind hilft, klärt sich im Verlauf der Behandlung. Eine seriöse Praxis verspricht vorher keine Ergebnisse.

05 Nächster Schritt

Ob es passt, klärt ein Gespräch.

Ob Verhaltenstherapie für das Anliegen Ihres Kindes passt, besprechen Sie am besten am Telefon oder im Erstgespräch.