Das Verfahren
Verhaltenstherapie, verständlich erklärt.
Diese Praxis arbeitet verhaltenstherapeutisch. Hier steht, was das bedeutet: für Ihr Kind, für Sie als Eltern und für den Alltag dazwischen.
Verhalten ist gelernt. Und Gelerntes lässt sich verändern.
Auf diesem einfachen Satz beruht die Verhaltenstherapie. Angst vor dem Hund, Vermeidung der Schule, Zwangsroutinen vor dem Schlafen: Solche Muster sind entstanden, und sie können sich wieder verändern, wenn man sie gezielt angeht.
Verhaltenstherapie ist eines der anerkannten Richtlinienverfahren der Psychotherapie. Ihre Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen ist wissenschaftlich gut untersucht, etwa bei Ängsten, Zwängen und depressiven Phasen.
Sie unterscheidet sich von anderen Verfahren vor allem in einem Punkt: Sie arbeitet am konkreten Verhalten und am aktuellen Alltag, statt vor allem die Vergangenheit zu durchsprechen.
Kurz gesagt
Verstehen, was ein Verhalten aufrechterhält. Dann gemeinsam üben, was stattdessen funktioniert. Erst in der Praxis, dann im Alltag.
Wie eine Behandlung aussieht.
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01
Verstehen, was das Problem am Laufen hält
Am Anfang steht die Analyse: Wann tritt das Verhalten auf, was geht voraus, was folgt danach? Erst wer das Muster kennt, kann es verändern.
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02
Ziele festlegen, die man sehen kann
Die Ziele sind konkret. Etwa: Das Kind geht wieder allein in die Schule. Solche Ziele kann man überprüfen, und das Kind merkt selbst, dass es weiterkommt.
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03
In kleinen Schritten üben
Neues Verhalten wird schrittweise aufgebaut. Ein Kind mit Hundeangst beginnt vielleicht mit einem Bild, dann mit einem Hund hinter Gittern. Das Tempo bestimmt das Kind, nicht der Plan.
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04
In den Alltag übertragen
Was in der Praxis klappt, muss auch zu Hause und in der Schule klappen. Dafür bekommen Kinder und Eltern Aufgaben für die Zeit zwischen den Terminen.
Was bei Kindern und Jugendlichen anders läuft.
Eltern sind Teil der Behandlung
Je jünger das Kind, desto wichtiger sind die Eltern. Sie erfahren, was die Therapie macht, und lernen, wie sie zu Hause unterstützen können, ohne Druck aufzubauen.
Sprache ist nicht alles
Kinder erklären ihre Probleme oft besser im Spiel, im Malen oder im Ausprobieren als im Gespräch. Verhaltenstherapie arbeitet mit diesen Wegen, nicht dagegen.
Jugendliche entscheiden mit
Bei Jugendlichen zählt die eigene Vereinbarung: Was soll sich ändern, und wozu ist er oder sie bereit? Ohne diese Einigung bleibt Therapie ein Pflichttermin, und Pflichttermine wirken selten.
Was Verhaltenstherapie nicht ist.
Sie ist keine Dressur. Niemand wird zu einem Verhalten gezwungen. Die Übungen folgen einem Plan, den Kind und Therapeut gemeinsam festlegen, und jedes Tempo wird mit dem Kind abgestimmt.
Auch ein Schnellverfahren mit Garantie ist sie nicht. Ob und wie gut sie bei Ihrem Kind hilft, klärt sich im Verlauf der Behandlung. Eine seriöse Praxis verspricht vorher keine Ergebnisse.
Ob es passt, klärt ein Gespräch.
Ob Verhaltenstherapie für das Anliegen Ihres Kindes passt, besprechen Sie am besten am Telefon oder im Erstgespräch.